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Aischgründer Bierstraße erhält Goldene BierIdee 2007



Bericht der Aischgründer Bierstraße. Die höchste Auszeichnung ihrer Art wurde der „Aischgründer Bierstraße“ von Bayerischem Brauerbund und Hotel- und Gaststättenverband in Augsburg verliehen. Die erfolgreiche Tourismus-Straße des Landkreises, die pro Jahr mehr als 1000 Gästen die Brauerei- und Biervielfalt im Aischgrund näherbringt, wurde mit der „Goldenen BierIdee“ prämiert. Als „hervorragend und innovativ“ lobte der Präsident des Bayerischen Brauerbundes e.V., Michael Weiß, die „Aischgründer Bierstraße“.

Im hart umkämpften, stagnierenden Biermarkt bedürfe es ständig neuer Ansätze, um das Bewusstsein für den Wert der heimischen Bierspezialitäten und damit auch der Brauereien beim Konsumenten zu stärken, so Weiß. Vor diesem Hintergrund lobte er das Engagement der „Aischgründer Bierstraße“ um die „wertige Präsentation von Bierspezialitäten und Bierkultur“. Angesichts des großen Wettbewerbs in der Branche freue er sich umso mehr, gerade in der traditionsbezogenen Bier-Branche „auf hervorragende Ideen und Innovationen zu treffen“, die sich aus der täglichen Informationsflut herausheben.

Mutiger und ungewöhnlicher Schritt
Ehrlichkeit und AuthentizitäMutiger und ungewöhnlicher Schrittt bei der Darstellung der Heimat bestätigte Michael Weiß den drei Preisträgern zu denen neben der Bierstraße auch das „Brauereidorf Rettenberg“ und das Internetportal „bierclub.de“ zählen. Es gebe „nichts Schlimmeres“, so Weiß, als eine lächerliche, übertriebene Disney-Bayern-Vermarktung, in der wir unsere Heimat verkaufen“, so Weiß energisch. Im Gegensatz dazu trage die „Aischgründer Bierstraße“ dazu bei, das Ursprüngliche und Echte einer Region zu erhalten.

In seiner Laudatio hob Michael Weiß die jahrhundertealte Tradition der Braukunst im Aischgrund hervor. Dieser habe die „Aischgründer Bierstraße“ trotz ungünstiger Lage zwischen dem in Sachen Bier „selbstbewusst dominanten Oberfranken“ und den „weinlastigen Ausläufern des südlichen Unterfrankens“ zu großer Bekanntheit verholfen, so Weiß. Besonderes Lob zollte er auch den acht beteiligten Brauereien, von denen zwei Vertreter an der Preisverleihung teilnahmen. Sie hätten vor zehn Jahren erkannt, „dass es weit sinnvoller ist, Einheimische und vor allem auch Gäste gemeinsam für die regionalen Bierspezialitäten des Aischgrundes zu begeistern, als die eigenen Kräfte der mittelständischen Brauereien der Region im Gegeneinander aufzureiben.“ In einem für die Branche „ungewöhnlichen und mutigen Schritt“, so Weiß, hätten sie sich zu einer touristischen Straße zusammengeschlossen, die sich heute sowohl mit einem hochwertigen Prospekt als auch einem attraktiven Internetauftritt präsentiere.

Erlebbar gemachte Vielfalt
Als schlüssiges und deshalb erfolgreiches Gesamtkonzept umschrieb Michael Weiß in seiner Laudatio die „Aischgründer Bierstraße“. Entscheidend für den Erfolg sei es heute, bleibende Erinnerungen durch schöne Erlebnisse zu schaffen, so der Präsident des Bayerischen Brauerbundes. Gerade wenn der Begriff Heimat in die Biervermarktung einbezogen wird, sei es wichtig, dass touristische Angebote und Marketingstrategien die Heimat nicht „verkaufen“, sondern ehrlich und authentisch gewachsene Kultur und Tradition wiedergeben.

Für eben solche bleibenden Eindrücke sorge auch die „Aischgründer Bierstraße“. Nicht die kurzsichtige Maximierung des Bierkonsums stehe hier im Mittelpunkt, sondern die „erlebbar gemachte Vielfalt und Tradition“. Als „Win-win-Situation“ beschrieb Michael Weiß die Zusammenarbeit zwischen Brauereien, Gastronomie und Tourismus, die nicht zuletzt „dem guten Ruf der bayerischen Bierspezialitäten“ nütze.

Imagegewinn für die Region
Dass es seitens der Politik an Unterstützung der Bierstraße nicht mangelt, unterstrich Landrat Walter Schneider, der an der Seite von Bierstraßen-Geschäftsführer Rüdiger Eisen und Landtagsabgeordneter Christa Götz die „Goldene Bieridee“ aus den Händen von Michael Weiß und dem Präsidenten des Hotel- und Gaststättenverbandes, Siegfried Gallus, entgegennahm. Das hervorragende Miteinander aller Beteiligten vom Kutscher der Bierstraßen-Planwägen bis zum Bierseminarleiter und Wirt hob Walter Schneider in seinen Dankesworten hervor. Die Auszeichnung bezeichnete er als große Ehre für den Landkreis. Um alle Beteiligten des Erfolges an der Auszeichnung teilhaben zu lassen, kündigte der Landrat für Ende November eine zentrale Feier für alle Mitglieder an, bei der gleichzeitig das zehnjährige Bestehen des Straßen-Projektes begangen werden soll.

Der Geschäftsführer der Bierstraße, Rüdiger Eisen, sprach nach der Preisverleihung von einem großen Imagegewinn, der die Attraktivität der gesamten Region aufwerte. Die meisten der über 1000 Gäste der Bierstraße reisten aus dem Raum Stuttgart sowie dem Rhein-Main-Gebiet an. Von Bürgern aus dem Landkreis wurde die erfolgreiche Bier-Idee bisher nur selten gebucht. Angesichts der prominenten Auszeichnung dürfte sich dies in Zukunft ändern.

 

 


www.bierstrasse.de

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